vita

seit 2013
2013
2012
seit 2006
2005

Freelancing als Industriedesigner
B.A. an der Muthesius Kunsthochschule
Praktikum bei N+P Industrial Design
Produktion und Montage von Messeständen
Abitur an der Freien Waldorfschule Offenburg

Kunden:

MGP-Erlebnisraumdesign
Future Ocean Cluster
UKSH
N+P Industrial Design
Müller & Romca Design
360° plus Messebau
Siebold Hamburg Messebau
Siems Messebau

kontakt

Moritz Aznan
Sophienblatt 48a
24114 Kiel

Fon: +49 (0) 431 - 21 90 817
E-Mail: mail@moritzaznan.de

Coordinated Workflow 1800

working on facades
2013 B.A. Thesis

Der Auf- und Abbau von Arbeitsgerüsten gehört zu den körperlich belastendsten Arbeiten auf Baustellen. Diese Belastungen entstehen, da schwere Lasten zumeist von Hand in die Höhe befördert werden müssen. Da zudem beim Aufbau noch keine Sicherheitsvorkehrungen vorhanden sind, kann es schnell zu Sturzunfällen kommen. Coordinated Workflow 1800 beugt diesen Gefahren beim Arbeiten in der Höhe vor.

CWF 1800 ist ein Arbeitsgerät für Fassaden, das in der Basiszusammenstellung eine Höhe und Spannweite von 18 Metern erreicht. Es schafft eine sicherere und angenehmere Arbeitsumgebung für die Handwerker, da es sich um ein System handelt, das in die Arbeitsabläufe integriert ist und außerdem schnell und einfach bereit gestellt werden kann. Am Computer vorgeplante Arbeitsschritte können etappenweise abgearbeitet und so angenehmer und schneller ausgeführt werden. Ein Materiallift verbindet die Bodenebene über die vertikale Trägersäule mit den Arbeitskörben und erhält so einen zentralisierten Materialfluss aufrecht. Im Gegensatz zu Baugerüsten, welche ausschließlich den Handwerkern dienen sollen, fügt sich dieses Konzept in den urbanen Lebensraum ein.

Das Konzept zeigt, dass im Handwerk tradierte Arbeitsprozesse und Methoden menschenfreundlicher gestaltet werden können. Durch einen sicheren und schnellen Auf- und Abbau, durch strukturierte Arbeitsabläufe und durch einen stetigen Materialfluss kann darüber hinaus eine weit höhere Arbeitseffizienz erreicht werden.

Betreuung: Prof. Detlef Rhein

Public Budget

Öffentliches Brainstorming
2011

Im Interfacesemester entstand Publich Source unter dem Leitthema Urban Interaction. Ziel von Public Source ist es Menschen aus mehreren Gesellschaftsschichten zusammen zu bringen, um die Zukunft gemeinsam mit zu gestalten. So soll Integration initiiert werden und Projekte entstehen welche der Gemeinschaft von Nutzen sind. Grundsätzlich ist Public Source nicht an einen Ort gebunden. Es sollte an Orten installiert werden, welche sich im öffentlichen oder halböffentlichen Raum befinden und niemanden ausgrenzen. Wichtig ist auch das dieser Ort Ruhe mit sich bringt, damit die Konzentration auf das Thema gelenkt werden kann. Auch das Errichten mehrerer Installationen, an verschiedenen Orten, mit einem einheitlichen Thema ist wünschenswert und öffnet neue Dimensionen.

Zur Interaktion werden Stifte benutzt welche mit gewöhnlicher Tinte schreiben. Durch eine in den Stift eingebaute Kamera wird das Geschriebene, ohne Verlust der persönlichen Handschrift, gespeichert. So ist es möglich seinen Zeilen eine Wiedererkennbarkeit zu geben. Vorteil des Digitalen ist unter anderem die Editierbarkeit, so können Beiträge strukturiert werden damit eine Übersicht und Ernsthaftigkeit erhalten bleibt. Die Ernsthaftigkeit wird durch das direkte Schreiben auf Papier unterstützt, da es keinen „Backspace-Button“ gibt. Sätze werden im Kopf vorgedacht, bevor sie niedergeschrieben werden. Die gesamte Rauminstallation wird hier beispielhaft, anhand der Thematik Public Budget - der deutsche Staatshaushalt, gezeigt.

Betreuung: Prof. Frank Jacob

oleo

Airmonitoring
2010/2011

Die Aufgabenstellung des vierten Semesters Industriedesign „Wissen an entlegenen Orten“ verlangte nach einer Antwort auf die Frage, wie der Mensch durch technische Hilfsmittel an Informationen gelangt und wie diese zu Wissen führen. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Interaktion zwischen Mensch und Technik und der Art und Weise, wie ein Perspektivwechsel zu gesellschaftlichem Wandel beitragen kann. Luftmessstationen sammeln seit mehreren Jahren Informationen über die Luft unserer Lebensräume. Durch das Auswerten dieser Daten wird Wissen über den Qualitätszustand unserer Luft geschaffen. Erst durch dieses gewonnene Wissen werden sinnvolle Veränderungen möglich. Dazu gehören unter anderem neue Emissionsgrenzwerte für die Industrie, stadtplanerische Maßnahmen oder die Entwicklung von Rußpartikelfiltern für Dieselmotoren.

Ziel meines Entwurfs war es, sowohl die Defizite der bisherigen Luftmessstationen auszugleichen als auch deutlich zu machen, dass saubere Luft ein gesellschaftliches Gut ist. Durch ihr ausgrenzendes und provisorisch wirkendes Erscheinungsbild werden die gängigen Messcontainer mit schlechter Luft in Verbindung gebracht. Sie vermitteln weder Informationen über die gemessene Luftqualität noch harmonieren sie mit ihrer Umgebung. Sofern sie überhaupt als

Luftmessstationen kenntlich gemacht sind, werden sie vom Bürger als ein notwendiges Übel empfunden. Durch ihre Maße ist es des Öfteren nicht möglich, einen geeigneten Standort zu finden, und ihre Messungen repräsentieren selten, wie verlangt, einen gesamten Straßenabschnitt.

oleo richtet sich im Gegensatz zu bisherigen Luftmessstationen an die Bürger. Der Entwurf weckt durch seine Gestaltung und die Vermittlung von Informationen Interesse und schafft ein Bewusstsein für Luftqualität. Die bewährten Messgeräte werden durch neue Technik ergänzt, wodurch die Analyse ganzer Straßenabschnitte durchführbar wird. Der modulare Aufbau macht es möglich, oleo an die verschiedensten lokalen Luftbedingungen anzupassen, während die kleine Grundfläche eine Installation auch auf engem Raum ermöglicht. Ausreichende Service- klappen lassen regelmäßige Wartungsarbeiten ohne Hindernisse zu. Die Leichtigkeit und die Präzision des Entwurfs stehen den bisherigen containerförmigen Luftmessstationen gegenüber. Die Gestaltung von oleo vermittelt Assoziationen mit einer frischen Brise und sauberer Luft. Durch Zugänglichkeit und Transparenz grenzt oleo den Betrachter nicht mehr aus, sondern weckt vielmehr dessen Neugier.

Betreuung: Prof. Detlef Rhein

Interface

Der Passant bekommt über das Infopanel Informationen über die aktuelle Schadstoffkonzentration in der Luft. Durch diese Informationen soll ein Bewusstsein für die Luftqualität geschaffen und darauf hingewiesen werden, dass eine Luftqualitätskontrolle stattfindet. Werden unterschiedliche Schadstoffe gemessen, findet ein Wechsel der Informationen statt. Das Infopanel besteht aus zwei insgesamt 3cm dicken Scheiben aus vorgespannten Borusilikatsglas. Zwischen beiden Glasscheiben befindet sich eine OLED-Folie. Auf den Außenflächen ist eine entspiegelte und robuste Schutzfolie aufgezogen.

Modularer Aufbau

Der modulare Aufbau ermöglicht es, oleo an jeden Ort individuell anzupassen. Außerdem ist es möglich, einzelne Module direkt vor Ort auszutauschen oder durch Öffnen der Seiten zu warten. Es können auch modifizierte Seitendeckel genutzt werden, um Geräte zur Verkehrszählung zu installieren.

Luftweg

Für die Formfindung spielte der Luftweg eine entscheidende Rolle. Die Luft wird oberhalb des Infopanels angesaugt und für die Messungen und Klimatisierung aufbereitet. In diesen Bereichen sind regelmäßige Servicearbeiten notwendig. Hierfür gibt es entsprechende Serviceklappen. Anschließend wird die Luft in die einzelnen Module verteilt und am höchsten Punkt des obersten Moduls ausgestoßen.

Messtechnik

Lassen es die räumlichen Bedingungen zu, dass zwei Messstationen aufgebaut werden können, so wird der Glaszylinder am oberen Ende der Säule als Empfänger oder Sender eines Lichtstrahls genutzt. Durch Lichtbrechung kann oleo die in der Luft enthaltenen Gase messen. Vorteil dieser Messmethode sind Messwerte, welche repräsentativ für einen Straßenabschnitt sind.

Sollte es nicht möglich sein eine zweite Messstation aufzustellen, könnte auch ein einzelner Sender z.B. an einer Straßenlaterne installiert werden. Über dem Glaszylinder befindet sich ein Messsystem zur Erfassung von Windrichtung und -geschwindigkeit sowie von Temperatur und Luftdruck. In den Modulen können gängige Messsysteme installiert werden.

Netzwerk

Die auf der Bodenplatte eingelassene Umgebungskarte gibt die weiteren Messstationen in der Umgebung an. Ein erhabener blauer Punkt bestimmt den eigenen Standort. Die auf der Säule angebrachte Internetadresse weist auf die Möglichkeit hin, sich über die Lufthygiene weiter zu informieren. Durch das Halbieren der Bodenplatte lässt sich oleo auch in engen Straßenabschnitten installieren. Durch Einschalten von Bluetooth auf dem Mobiltelefon kann man ebenfalls weitere Informationen über das oleo-Netzwerk erhalten.

Gemeinsam Essen

Esstisch
2010

„Essen“ war das Thema des Projektes im Sommersemester 2010. Ich beschloss mich auf die eigentliche Handlung des Essens zu konzentrieren. Mir wurde recht bald bewusst, dass das gemeinsame Essen ein wichtiger Bestandteil ist um soziale Kontakte zu pflegen. Ob in einer Familie, unter Freunden oder Kollegen, man beginnt automatisch sich über Dinge in seinem Alltag auszutauschen. In anderen Kulturen bezieht sich auch die Interaktion beim essen auf einen Austausch. Dies wollte ich mir zunutze machen um zu irritieren und das gemeinsame Essen auf einen Austausch aufzubauen.

Der eigene Platz an dem Esstisch existiert nicht mehr sobald man beginnt die äußere Tischplatte zu drehen. Man wird gezwungen zu teilen. Wird dies als unangemessen empfunden so kann man sich auch über den inneren Ring austauschen. Durch das Einsetzen einer Schale oder eines Tellers lassen sich die Speisen direkt am Tisch aufteilen.

Betreuung: Prof. Thomas Feichtner